Mooji
„Du siehst die Welt nicht wie sie ist,
Du siehst die Welt so wie Du bist.“
Mit einer anderen Perspektive zu persönlicher Klarheit und neuen Möglichkeiten.
Was versteht man unter Perspektivenwechsel?
Unter Perspektivenwechsel versteht man die Fähigkeit, neben der eigenen kulturell und individuell geprägten Wahrnehmung auch andere verschiedene Ansichten einzunehmen. Sowohl bezogen auf die Interpretation und Einschätzung bestimmter Situationen als auch auf die gesamte persönliche Weltanschauung. Solche Wechsel der Perspektive passieren oft unbewusst etwa durch das Gespräch mit Mitmenschen oder eine Änderung des Umfelds und der Routine. Wir können diese Änderung des Blickwinkels aber auch steuern und zu unserem Vorteil nutzen. Beispielsweise können durch die Fähigkeit zum Perspektivenwechsel unter anderem (z.B. interkulturelle) Missverständnisse und Konflikte vermieden oder gelöst werden. Dazu müssen wir uns zunächst allerdings unserer eigenen persönlichen Perspektive und deren Prägung bewusst werden. Erst wenn wir verstehen, warum wir die Dinge so sehen, wie wir sie sehen, können wir auch die (vielleicht ganz andere) Wahrnehmung und Perspektive anderer Menschen besser verstehen. Je besser wir uns in den Blickwinkel anderer Kulturen und Personen hineinversetzen können, desto objektiver und lösungsorientierter können wir bei Problemen und Konflikten handeln.
Warum ist es wichtig, sich selbst aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten?
Nur du selbst hörst deine Gedanken und fühlst deine Gefühle. Du kennst dich schon seitdem es dich gibt und verbringst ausnahmslos jede einzelne Sekunde deines Lebens mit dir. Du selbst kennst dich mit Sicherheit besser als jeder andere Mensch. Dennoch gibt es trotzdem Seiten an dir, welche dir selbst vielleicht gar nicht oder zumindest weniger bewusst sind als deinen Mitmenschen. Vielleicht sind es Auffälligkeiten in deiner Mimik und Gestik, ein gewisses Sprachmuster oder eine Angewohnheit die zum Vorschein kommt, wenn du nervös oder traurig bist. Obwohl wir uns selbst meist richtig gut kennen, so haben wir doch sogenannte „blinde Flecken“. Ein ganzheitliches Bild unserer selbst bekommen wir erst dann, wenn wir unser Selbstbild aus der eigenen Perspektive mit unserem Fremdbild aus der Perspektive all unserer Mitmenschen kombinieren. Besonders dann, wenn wir unser Verhalten in verschiedenen Settings und Kontexten ändern wollen, so macht es durchaus Sinn, nicht nur auf unsere subjektive Wahrnehmung zu bauen, sondern den Mut zum Perspektivenwechsel zu haben. Durch die Änderung des Blickwinkels erhalten wir ein objektiveres Bild von uns selbst und können unsere (einschränkenden) Verhaltensmuster und Angewohnheiten selbstkritisch hinterfragen und in weiterer Folge auch ändern.